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Prof. Dr. Ingeborg Reichle · visionen
Bibliographische Informationen

Ingeborg Reichle:
Visionen vom »Neuen Menschen«? Kunst im Zeitalter der Gen- und Reproduktionsmedizin.
In: Kirsten Beuth, Annette Dorgerloh, Ulrike Müller (Hg): Ins Machbare entgrenzen. Utopien und alternative Lebensentwürfe von Frauen
Centaurus-Verlag 2004
S. 117 ff.
(Schriftenreihe des Frauenstudien- und -bildungszentrums der EKD

Preis: 16 Euro
(kann versandkostenfrei per eMail bestellt werden unter fsbz.zich@ecos.net)
ISBN: 3825504840
Broschur, 180 Seiten

www.centaurus-verlag.de/bookshow.do?fBookPK=1170


Infotext des Verlags
Angesichts eines um sich greifenden Darwinismus, der vom Recht des Stärkeren ausgeht, und von Politik und Wirtschaft bedient wird, gewinnt der Wunsch nach lebbaren Utopien an Bedeutung. In diesem Buch wird eine Annäherung an den Utopiebegriff und eine Positionierung aus unterschiedlichen Perspektiven und Lebenshaltungen von Frauen unternommen. Frauen haben in Geschichte und Gegenwart eine Vielfalt von Utopien und Projekte mit utopischem Potential entwickelt, in denen sie ihre Lebensformen und ihr jeweiliges politisches, soziales, wissenschaftliches oder künstlerisches Engagement mit einem theoretischen Anspruch verbinden. Auf diese Weise sind Gesellschaftsentwürfe und Modelle auf sehr unterschiedlichen Theorie- und Praxisfeldern entstanden, deren Entdeckung oder Wiederentdeckung sich allemal lohnt.

Die Palette reicht von politischen und künstlerischen Umorientierungen über Wohn- und Wirtschaftsmodelle bis zu Landschaftsentwürfen. Die Publikation verfolgt zwei inhaltliche Intentionen: Zum einen lassen sich die immer noch zu wenig bekannten, aber bedeutenden und vor allem auch originellen Leistungen von Frauen auf diesem Gebiet – zumindest ausschnitthaft – transparent machen. Zum anderen – und darin besteht die besondere Attraktivität dieser Veröffentlichung – können und sollen in Konfrontation mit den dramatischen Problemen unserer Zeit wie Umweltzerstörung und der Verlust von bezahlter Arbeit und sozialer Sicherheit innovative Denkansätze, Modelle und konkrete Handlungsmöglichkeiten aus weiblicher Perspektive für die aktuelle Diskussion um Lebenswerte und Gesellschaftsentwürfe unserer Zukunft gewonnen und vorgestellt werden.

Die Publikation basiert auf der grundsätzlichen Kritik an der Einengung des Utopiebegriffs auf ein theoretisch-ideologisches Verständnis. Sie fordert im Gegenteil sowohl die Öffnung für die Dimension des Poetischen und Phantastischen als Impuls geistiger Freiheit als auch die Dimension des Praktischen als Möglichkeit konkreten Alltagshandelns. So kann die Lektüre dazu ermutigen, eigene Utopien ins Machbare zu entgrenzen.

Inhalt
Vorwort
Ulrike Müller: Zur Herkunft und zum Verständnis des Utopiebegriffs
Dorothee Sölle: Eine Utopie der Arbeit
Ilona Scheidle: Beginen - Mittelalter, Spiritualität und Aktualität
Annette Dorgerloh: Paradies auf Erden? Gartenentwürfe von Frauen
Kirsten Beuth: Man nannte sie »Walküre der Revolution«. Die politischen und persönlichen Utopien der Alexandra Kollontei
Ada Raev: Utopie und Realität: Bühnen- und Festgestaltungen russischer Avantgardistinnen
Kirsten Beuth: »Keine unnötigen Experimente«. Frauen am Bauhaus
Ulrike Müller: Fragmente über Literatur und Utopie
Antje Schrupp: Blicke in parallele Welten. Frauen und Science Fiction
Ingeborg Reichle: Visionen vom »Neuen Menschen«? Kunst im Zeitalter der Gen- und Reproduktionsmedizin
Christiane Dietrich: Spirituelle Utopie
Barbara Merlau: attac - eine andere Welt ist möglich
Sabine Werth: Eine real existierende Utopie - Die Geschichte der Berliner Tafel e. V.
Samira Kenawi: Licht am Ende des Tunnels. Aus dem wirtschaftlichen Zerfall für die Zukunft lernen
Kurzbiografien
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