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kgs · publikationen · humboldt zeitung · 21-02-2002
Interaktiv, hoch aktuell und multimedial soll es stets sein - das Material im World Wide Web. Für "spiegel.de" mag das gelten, doch gilt das auch für den Lehrstoff der Hochschulen? Am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität wurde in Zusammenarbeit mit kunstgeschichte.de - Gesellschaft für Kunst und Kommunikation e. V. ein internetbasiertes Redaktionssystem zur Unterstützung von Forschung und Lehre kunstwissenschaftlicher Institutionen entwickelt. Mit dem »system_kgs« können Studierende und Lehrende der Kunstgeschichte ein bedienerfreundliches, interaktives Medium nutzen, um zeit- und ortsunabhängig kunstwissenschaftliche Inhalte ins WWW zu bringen. Schon bei der Konzeption des neuen Online-Angebots wurde darauf geachtet, dass Dokumente dynamisch von verschiedenen Autoren erstellt werden können. Spezifische Medienkompetenz ist in diesem System nicht mehr notwendig, da die rein webbasierte Eingabe dezentral von jedem Ort vorgenommen werden kann, an dem sich ein Rechner mit Internetzugang und WWW-Browser befindet. Auf dieser kunstgeschichtlichen Informationsplattform können KunsthistorikerInnen und Studierende On- und Offline-Dokumente unterschiedlichster Art publizieren - vom kommentierten Vorlesungsverzeichnis und Thesenpapier bis hin zur wissenschaftlichen Publikation: Kunstgeschichtliche Erkenntnisse gelangen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort.


Die Module

Bisher wurden insbesondere solche Module entwickelt, die externe Informationen effizienter verteilen und die Präsenzlehre verbessern sollen. Das Modul News/Newsletter ermöglicht z. B. die Veröffentlichung von Kurzmeldungen auf der Einstiegsseite eines Seminars und folgt den Prinzipien redaktionellen Publizierens. Die Funktion Private Homepage gestattet über einen personalisierten Zugang, dass NutzerInnen Präsentationen von Forschungsergebnissen eigenständig erstellen können und Zugriff auf Zusatzinformationen der Lehrenden haben. Über das Modul Studienbegleitende Materialien können Lehrende und Studierende veranstaltungsrelevante Dokumente wie Thesenpapiere oder Protokolle auf den WWW-Seiten eines Seminars als Download zur Verfügung stellen. Die Lightbox, ein virtuelles Dia-Leuchtpult, liefert zudem einen Vorabeindruck von im Seminar durchgeführten Lichtbild-Präsentationen. Selbstverständlich können HTML-Dokumente auch im Team erstellt werden. Das »Wiki«-System macht es möglich, dass Referate oder Aufsätze gemeinsam erarbeitet, mit zusätzlichen Dokumenten versehen und kommentiert werden können. Gleichzeitig befördern ein Bulletin-Board und ein Chatsystem das Entstehen von Wissens-Communities, also Arbeitsgruppen etc., die sich themenbezogen immer wieder neu zusammenfinden können.


Die Technik

Technologisch beruht das Kernkonzept des »system_kgs« auf einem webbasierten Content Management Systems (WCMS), das im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen der Produktion und Verteilung kunstgeschichtlicher Inhalte entwickelt wurde. Dank der leicht zu bedienenden browserbasierten Eingabe-Interfaces können Inhalte in unterschiedlichen Formaten wie HTML-, XML-, Word- und PDF-Dokumente, JPG-Bilddateien, Video- und Sounddateien direkt digital publiziert werden. Informationen können dadurch einfach verwertet und dauerhaft archiviert werden. Die Komponenten von »system_kgs« unterliegen der GPL (GNU Public License) und stehen als Open Source zur Verfügung.

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www.opensource.org
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